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Holokaust

'Ein filmisches Vermächtnis von Millionen von Opfern.'

Simon Wiesenthal

'Wir müssen die Möglichkeit nutzen, die sich jetzt bietet, um diese unersetzlichen Erinnerungen für zukünftige Generationen zu bewahren.'

Guido Knopp

In erst seit Kurzem zugänglichen Archiven in Osteuropa wurde Filmmaterial entdeckt, das dort seit 1945 lagerte. ‚Hitlers Holocaust', entstanden unter Beteiligung des berühmten Nazi-Jägers Simon Wiesenthal und anderer renommierter Historiker und Wissenschaftler, dokumentiert – mit zahlreichen Augenzeugenberichten – zum ersten Mal die jahrelange und schrittweise Entwicklung des Terrors im Dritten Reich bis zu Hitlers ‚Endlösung', von den frühen Aufrufen zur Vertreibung der Juden bis hin zu Deportation, Massenmord und Genozid.

Teil eins, Menschenjagd, umspannt die Jahre 1939 bis 1941, in denen immer mehr Männer, Frauen und Kinder ermordet wurden und Pogrome und die Deportation in jüdische Gettos an der Tagesordnung waren. Himmler, Hitlers Henkersknecht, wird mit dem von ihm selbst angeordneten Grausamkeiten konfrontiert, als das Hirn eines Opfers auf seine Uniform spritzt: Er nimmt sich vor, eine ‚saubere' Lösung zu finden, eine, die für die Täter ‚einfacher‘ ist.

Teil zwei, Entscheidung, verfolgt die Ereignisse im Jahr 1942. Hitler verklärt den Massenmord als „Dienst an der Menschheit“. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor erklärt er den USA den Krieg. Jetzt bedroht er alle Juden in Europa. Hans Frank, deutscher Generalgouverneur im besetzten Polen, beklagt sich bei seinen Mitarbeitern: „Sicher können wir dreieinhalb Millionen Juden nicht einfach erschießen … wir können sie auch nicht vergiften …“ Eine Antwort findet sich schnell: Irgendwo im Hinterland, in Ortschaften, deren Namen bisher niemand kannte, bekommen Vergasungsexperten alle Hände voll zu tun: in Belzec, Sobibor, Majdanek, Chelmno, Treblinka.

Teil drei, Getto, zeigt die unmenschlichen Bedingungen, unter denen die Juden in den osteuropäischen Gettos leben mussten, bevor sie in die Todeslager abtransportiert wurden.

Teil vier, Todesfabrik, konzentriert sich auf das Jahr 1942, in dem der Wahnsinn Europa für immer verändert. Tag und Nacht verlassen immer neue Todeszüge die deutschen Städte. Die breite Masse erkennt die Wahrheit, aber bleibt stumm. Die zurückgelassenen Besitztümer der Juden werden öffentlich versteigert. Wein trinkend und Zigarre rauchend brüstet sich Himmler mit dem Massenmord – bei einem Abendessen mit hohen Würdenträgern. In diesem Jahr erfährt auch die Weltöffentlichkeit davon, aber es dauert sechs Monate, bis die Westalliierten ein gemeinsames Kommuniqué abgeben: Die Verantwortlichen werden nicht ungestraft davonkommen.

Teil fünf, Widerstand, beleuchtet den Mut der Verzweiflung und aussichtsloses Heldentum. Eine Verschwörung deutscher Soldaten, die ein Attentat auf Hitler planen, schlägt fehl, und sie verlieren selbst ihr Leben. Die Juden im Warschauer Getto, die die Waffen gegen den Terror der SS-Einheiten erheben, können wie durch ein Wunder fast einen ganzen Monat lang Stand halten – bis von den ursprünglich 380.000 Menschen nur noch 70.000 am Leben sind. Auch sie werden deportiert.

Teil sechs, Befreiung, behandelt die Jahre 1944 und 1945. Die Alliierten sind in der Normandie gelandet. Von Osten her marschiert die Rote Armee ein. Die militärische Lage Deutschlands ist hoffnungslos. Auch wenn er sich im Klaren darüber ist, dass er nicht mehr gewinnen kann, hält Hitler weiter am Völkermord fest. Das Ziel: verhindern, dass die wenigen noch Überlebenden Zeugnis ablegen können von den unaussprechlichen Gräueltaten der Nazis. Im Januar 1945 erreicht die sowjetische Armee Auschwitz. Die Befreier sind zutiefst schockiert von dem, was sie zu sehen bekommen – Tausende ausgemergelter menschlicher Wesen, nah am Tod. In Buchenwald führen US-Soldaten die Bevölkerung Weimars durch die KZ-Baracken und zwingen sie, sich das Elend anzusehen. Die Menschen behaupten, sie hätten nichts davon gewusst.

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Format
6 × 50′
Oder
Und
Verfügbar
Hinweis
Specials
Produziert von
MPR Film und Fernsehproduktion in association with ZDF, ARTE G.E.I.E., The History Channel and EO - Evangelical Broadcasting Organization
Cast
Produktionsjahr
Originalsprache
Fernsehsender
Autor
Regisseur
Ausgestrahlt von
Extras
Verfügbare Sprachen
Broschüre (2.01 MB)